BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sehen sich dem Natur- und Artenschutz ebenso verpflichtet wie der Energiewende.

Pressemitteilung

Die Arbeitsgemeinschaft Windenergie, bestehend aus den Ratsmitgliedern der VG Puderbach, Rengsdorf und dem Kreistag Neuwied, traf sich in Kurtscheid, um über den aktuellen Sachstand zu sprechen.

Mit der erstmaligen Überschreitung der 400-ppm-Schwelle für CO2 in der Atmosphäre werden auch die Auswirkungen des Klimawandels weltweit spürbar. Hurrikans, Waldbrände, Dürren, Überschwemmungen häufen sich. Über die Notwendigkeit zu Handeln besteht ein breiter politischer Konsens, jedoch in der Umsetzung herrscht in vielen Regionen Stillstand, so wie auch im Kreis Neuwied.

„BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sehen sich dem Natur- und Artenschutz jedoch ebenso verpflichtet wie der Energiewende. Uns ist bewusst, dass jedes Windrad, jede Photovoltaikanlage einen Eingriff in die Natur darstellt. Umso wichtiger ist es, durch die Ausweisung von Konzentrationsflächen an den windhöffigsten Standorten im Kreis Neuwied den größtmöglichen Nutzen zu erreichen“, so Bernd Rosbach, Sprecher Kreisverband Neuwied.

Die Verbandsgemeindeverwaltung Rengsdorf hat hierzu bereits im Entwurf einen Teilflächennutzungsplan „Windenergie“ erstellt. Laut Thomas Neumann, Fraktionssprecher der GRÜNEN im Verbandsgemeinderat Rengsdorf, weist dieser sowohl geeignete als auch ungeeignete Flächen aus. Nach unserer Auffassung konzentrieren sich die Diskussionen auf Seiten der Verwaltung jedoch auf die ungeeigneten Flächen, hier ist das Gebiet „K2“ zwischen Hardert und Anhausen gemeint. Wegen des zu gering zu erwartenden Windertrages lässt sich zudem sicherlich kein Investor finden. Die windhöffigten Höhenlagen z.B. zwischen Kurtscheid und Straßenhaus oder die Linkenbacher / Oberradener Höhe sollen erst gar nicht in Betracht gezogen werden.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen diese Gebiete jedoch unter Berücksichtung aller Aspekte näher untersuchen lassen.

„Es reicht nicht“, so Elisabeth Bröskamp (MdL), „sich zur Energiewende auf Bundes- und Landesebene zu bekennen und dann vor Ort grundsätzlich eine Verhinderungspolitik zu betreiben. Ich erwarte von Mitgliedern der SPD und der CDU vor Ort und im Kreis Neuwied eine ernsthafte Diskussion und nicht dieses scheue Verhalten, welches derzeit an den Tag gelegt wird, wenn es in den Kommunen ernst werden soll. Dann ducken sich fast alle weg! Wir benötigen hier unseren Strom, d.h. auch, dass wir die Probleme und Nachteile nicht auf andere Menschen, z.B. die im rheinischen Braunkohlerevier abwälzen dürfen, dass ist nicht fair! Zehntausende von Menschen mussten und müssen in dieser Region ihre Heimat verlassen. Auch wir beziehen Strom, der dort produziert wird, dieser Verantwortung müssen wir uns bewusst sein!“

Zu dem Thema planen wir für den 16. September eine öffentliche Veranstaltung. Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben.

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